Codex Alimentarius
Codex Alimentarius (CA) bedeutet wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt "Lebensmittel-Kodex". Er beinhaltet eine Reihe von Standards für Lebensmittel und Lebensmittelsicherheit.
Der Codex Alimentarius stammt von der UNO (FAO & WHO) aus den 60er Jahren.
Alle EU-Mitgliedsstaaten sind Mitglied im Codex Alimentarius. Insgesamz sind 166 Länder Mitglied.
Der CA ist nicht rechtsverbindlich, hat aber eine große Bedeutung und wird als wissenschaftlich basiert anerkannt.
Nationale und regionale Gesetze und Normen basieren zunächst meist auf den Codex-Standards. Im Wesentlichen erstreckt sich der Einfluss des Codex Alimentarius über alle Kontinente.
Neben Verfahren zum Sicherstellen der Lebensmittelsicherheit (z. B. der Aufbau eines HACCP-Systems oder die Durchführung von Stichprobenkontrollen) enthält der Codex Alimentarius auch produktspezifische Standards, die Festlegungen über Herstellungsverfahren treffen, mikrobiologische Risiken benennen und die Kennzeichnung der Ware zur Information des Endverbrauchers regeln.
Allgemeine Regelungen
- Lebensmittelkennzeichnung (insbesondere für Bio- und Genfood)
- Hilfsstoffe
- Grenzwerte für Giftstoffe und Nahrungsergänzungsmittel
- Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe, usw.)
- Rückstände aus Land- und Viehwirtschaft
- Methoden zur Risikoanalyse von biotechnischen Produkten (Pflanzen, Microorganismen, Allergene)
- Nahrungsmittelhygiene einschließlich HACCP
- Analysemethoden und Probenentnahme
- Futtermittelzusätze und Lagerung
Spezielle Regelungen
- Fleischprodukte
- Fisch und Fischereiprodukte einschließlich Wasseranbau
- Milch und Milchprodukte
- diätische Lebensmittel und Kindernahrung
- frische und bearbeitete Gemüse und Früchte sowie Fruchtsäfte
- Getreide und abgeleitete Produkte, getrocknete Hülsenfrüchte
- Fette, Öle und abgeleitete Produkte, z.B. Margarine
- diverse Nahrungsmittel (Schokolade, Zucker, Honig, Mineralwasser)